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Corona-Schnipsel: Ist das Fußball oder kann das weg?

Tritratrullala -  da sind wir wieder. Seid ihr alle da? Ich hoffe sehr, dass alle bis hierhin gut und gesund durch die Corona-Wochen gekommen sind.  Zweifel, Melancholie, Zuversicht, Unsicherheit, Angst, Niedergeschlagenheit, Galgenhumor, Apathie, Reden und Schweigen, Videokonferenzen, Calls, das wieder neu entdeckte Klassikprogramm im Radio, Livestreams, ein irgendwie neuer Alltag, immer noch ungewohnt, aber mit allem Auf und Ab eben doch ein Alltag. Und jetzt also wieder: Fußball. Es ist als sei es Jahre her, dass ich zum letzten Mal im Waldstadion war, dass wir über die Wackelabwehr, die steigende Leistungskurve von Silva oder die Unzulänglichkeiten von Bas Dost diskutiert haben. Dass ich dicht gedrängt in der S-Bahn stand und wir uns  am Stadion durch die Unterführung vom Bahnsteig nach draußen gedrängelt haben. Wann war das noch mal? Was für ein Spiel? Richtig, vierter März, Pokalviertelfinale gegen Werder.  Anfang der Woche waren die ersten Corona-Fälle in De...

Ein Gespenst geht um in Europa ,)

Schlimmer geht immer! Als ob der Fanausschluss fürs erste Eurocup-Spiel nicht schon elend genug wäre,  gibt es doch offensichtlich immer noch weitere Möglichkeiten den laufenden Schwachsinn zu toppen. Stadtverbot für Eintracht-Fans. Unfasslich.  Und es bleibt zu hoffen, dass sich der neue Staatssekretär für Innere Sicherheit nicht von solcherlei Umtrieben inspirieren lässt: Stadtverbot für Bremer in Hamburg, für Frankfurter in Offenbach (oder umgekehrt).  Man könnte auf vielerlei Gedanken kommen und irgendwie  werden sie es schon schaffen, uns eine nette kleine Hölle voller Mauern und Verbote zurecht zu zimmern. Ob die Eintracht-Verantwortlichen trotz Einreiseverbot und möglichem Eintracht-Schal in Marseille willkommen sind? Fredi Bobic, dessen Nerven irgendwie blank zu liegen scheinen , täte eine kleine Abwechslung vielleicht ganz gut.

Ganz einfach!

Der Winter war lang und kalt. Die zurückliegende Woche war doof und beschwerlich. Aber gestern Abend im Stadion – da war alles ganz einfach. Das Wetter, das Fußballspielen, das Aufsteigen, das Drumherum. Ja, das Drumherum. Was war im Vorfeld nicht alles kolportiert worden, von Dresdnern, die sich dann doch irgendwie ins Stadion schmuggeln und sich strategisch günstig im Stadion verteilen würden; davon, dass es jetzt erst bestimmt so richtig abgehen würde. Ein leicht mulmiges Gefühl hatte ich, war mir nicht sicher, was uns erwarten würde. Man hat ja so seine Vorstellungen von der Dresdener Fanszene. Und tatsächlich: Unser Block ist  gesprengselt mit Dresdnern – nicht an gelbundschwarzen Klamotten, aber unschwer an ihrem Dialekt zu erkennen. Oopsala - da waren sie also wirklich – und sehr schnell die Erkenntnis: Na und? Grinsen. Lachen. Staunen. Schulterklopfen hier, kurzes Schwätzchen da. Fußballfans wie du und ich. Alles klar. Der Gästeblock, die rechte Hälfte der Ostkurve gähnt...