Es ist jetzt schon ein paar Jahre her, da fuhr ich mit einer Studienfreundin nach Kaiserslautern, um bei ihren Eltern – wir wollten über Pfingsten nach Holland – das dort deponierte Zelt abzuholen. Mit im Haus lebte auch die Oma. Ich war eine Weile nicht mehr dort zu Besuch gewesen, die Oma kannte mich eigentlich ganz gut, war aber in letzter Zeit ein bisschen tüttelig und vergesslich geworden. So standen wir uns jetzt gegenüber, wir schüttelten uns die Hände, es war aber offensichtlich, dass sie nicht wusste, wer ich bin. Sie hielt meine Hand fest, schaute mich nachdenklich an, man sah förmlich wie es in ihr arbeitete und wie es dann „Klick“ machte. Sie lächelte mich an: „Was e Ähnlichkeit. Was e Ähnlichkeit.“ Die Eintracht hängt in diesen Tagen irgendwo zwischen „nicht mehr“ und „noch nicht“ und auch ich habe in dieser Woche jeden Tag mit mir gekämpft, um herauszufinden, in welche Richtung ich sie denken will. Am Sonntag war ich – noch unter dem Eindruck des Desaste...
Life and life only. Leben. Literatur. Und Eintracht Frankfurt.