Das bin ich mit meiner Fan-Superheld-Torjubel-Maske. Ich stülpe sie mir immer dann über den Kopf, wenn
ich ein Eintracht-Tor bejubele. Das passiert vollkommen spontan, einfach so - aus
freudigem Überschwang und purem Spaß. Da es mit den Eintracht-Toren im Moment so
eine Sache ist, konnte die Maske in letzter Zeit leider nicht zum Einsatz kommen. Dass mein Kaffee-Vorrat allmählich zur Neige geht, ist sicher purer Zufall. Wird Zeit. Für einen neuen Sponsor, aber vor allem für ein Tor.
Walstadion, Samstag, 25. September, 17. 15 Uhr . Die Jungs in rotundschwarz bilden einen Kreis, in der eigenen Hälfte, die in der zweiten Halbzeit vor der Ostkurve war. Ich lehne an der Bande. Juble nicht. Hüpfe. Nicht. Mir ist immer noch flau. Bin erleichtert, still, fast ein wenig apathisch. Stadiongeräusche wie durch einen Lärmfilter aus ganz weiter Ferne. Stütze den Kopf in die Hände. Mann o Mann. Wir haben es tatsächlich geschafft und das Ding nach Hause gebracht. Durchschnaufen. Uff. Dieses Mal nicht eingeknickt. Dieses Mal nicht die Butter vom Brot nehmen lassen. Schwer gewankt, gezittert, fast wieder das Spiel weggegeben und dann doch ins Ziel gerettet. In der zweiten Halbzeit der Faden komplett gerissen. Zweikämpfe im Mittelfeld verloren. Nur noch einzelne Konter gefahren. Latte. Pfosten. Wildes Tumummel im Strafraum abgewehrt und überstanden. Richtig ein- und ausgewechselt. 70. Minute, Sonny Kittel kommt: ...

Kaffee? Mir ist nach härteren Sachen zumute. ;-)
AntwortenLöschenKaffee, Tee, Ebbler, Bier, Schnaps. Das einzige, was wirklich kein Mensch braucht, ist eine Torjubelmaske.
AntwortenLöschenWas für ein deprimierendes Spiel.
Hast du denn gestern abend deine Torjubelmaske mitgehabt und sie zweimal benutzt?
AntwortenLöschenDas Spiel war jedenfalls nicht deprimierend. Auch wenn ich die Hoffnung nach den zwei Gegentoren schon aufgegeben hatte, hat die Aufholjagd mich wieder mitgerissen. Das Spiel hat mich wieder etwas mit "meiner" Eintracht versöhnt.
Ich musste am Freitagabend länger arbeiten und habe es deshalb leider nicht ins Stadion geschafft. Vor dem Fernseher habe ich dann das europalied mitgesungen, aber jubeln tu ich in echt dann doch lieber ohne gesponserte fansuperheld Maske (vielleicht finden sich da ja tatsächlich schon bald Sponsoren - die Bande, die Blockvorderseiten, das Feld, die Anzeigetafeln, die Trikots, die Tickets, die Spielerköpfe - nur die Blocks selbst liegen als Werbefläche noch brach - da geht noch was!)
AntwortenLöschenZur Halbzeit war ich im Ironiemodus und habe - haha - 4:2 getippt. Fat hätts geklappt 😉 Zwar sehe ich auch jetzt noch keinen geplatzten oder gelockerten Knoten, aber das Spiel hat irgendwie gut getan. Es fällt mir schwer, zu dieser Mannschaft eine emotionale Bindung aufzubauen und deshalb greife ich nach jedem Grashalm, der mir hilft, sie zu spüren, zu spüren, dass da irgendetwas echt ist. Insofern - nur ein Punkt, trotzdem war ich am Freitagabend froh und zufrieden.
Im Eintracht-Shop gibt es Tüten mit dem einzig wahren Logo, außerdem sind sie aus Papier und somit viel besser geeignet, über den Kopf gezogen zu werden.
LöschenDa hätte ich auch selbst drauf kommen können :) Klar. *stirnpatsch*. Eine Art Adler-Brett vorm Kopf :D
LöschenDen einzig wahren Maskenjubel gibt es noch auf YouTube als alte Pizzawerbung mit Gareth Southgate, Stuart Pierce und Chris Waddle zu sehen.
AntwortenLöschenDie Werbung kannte ich noch gar nicht. Gleich mal gegoogelt und fündig geworden. Sehr nett - zumal die Maske am Ende da landet, wo sie hingehört: im Müll :)
LöschenMir ist übrigens immer noch nach härteren Sachen zumute ...
AntwortenLöschen...und ich bin zwischenzeitlich wieder dabei angekommen, mir die Kapuze meines Sweatshirts ganz, ganz tief über den Kopf zu ziehen. Allerdings nicht zum Jubeln.
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