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Nur fünf Minuten

„Aber dann sang das Niveau,“ lautete gestern das Zwischenfazit, dass der Kommentator des Relegationsspiels Gladbach gegen Bochum kurz vor Ende der Begegnung zog. Zumindest war es das, was in meinem Ohr ankam. Und ich fragte mich: Welche traurige Weise mag es wohl angestimmt haben, das Niveau? Einen Mangel an aktuellen Themen wird es zweifelsohne nicht haben. Aber zum Glück sind wir ja moralisch flexibel.

Flexibel sind wir auch in der Auswahl unseres Lieblingsrestaurants. Und dabei hilft uns, dass Restaurants künftig mit einer „Hygenie-Ampel“  gekennzeichnet werden – ein Begriff, der bei mir eine gewisse Übelkeit auslöst, was mir – ehrlich gesagt - in Restaurants unterschiedlichster Ess- und Preisklassen bisher äußerst selten passiert ist.

Ich schlage vor, im Namen des großen Weltschutzes umgehend weitere EU-standardisierte Kennzeichnungen an Häuserwänden vorzunehmen. Wie wäre es mit: „Ich produziere heiße Luft“ (bei nicht vorhandener Wärmeisolierung bzw. fehlendem Solardach bzw. nachweislich regelmäßig auch nach 24 Uhr noch eingeschalteten Lichtquellen). Oder: „Ab in die Tonne“ (Bei nicht ordnungsgemäßer Trennung des anfallenden Hausmülls bzw. übermäßig hohem Verbrauch von Plastik). Auch nichts schlecht: „Zu hoher Krankenkassenkostenverursacher“ (das betrifft uns schließlich alle, nicht wahr). Oder – angelehnt an das Layout des „Atomkraft –Nein danke!“ Logos - „Ich bin Hartz IV“ (weil: Dann könnten wir alle den Betroffenen dabei helfen, auf die richtige Verwendung der staatlichen Gelder – Milch und Salat, statt Bier und Zigaretten – zu achten). Im Zuge der neuen Bürgerbeteiligung ist es vielleicht ohnehin am besten, wenn wir nicht nur dauernd Rechte einfordern, sondern jeder sich selbst in die Pflicht nimmt und zu seinen Fehlern steht. Irgendein Handicap hat schließlich jeder. Schildchenpflicht für alle. Ich geh gleich schon mal nach draußen, um meinen Adler an der Haustür noch ein wenig fester anzubringen.

Apropos Adler: Wie lange hat es jetzt gedauert, diesen Eintrag zu lesen? Ich schätze mal: Ungefähr fünf Minuten. Knapp so lange dauert es, wenn man sich den Saisonzusammenschnitt aller Eintracht-Tore in der Rückrunde der Saison 2010/11 auf DVD anschaut. Und nicht einmal so lange hat Patrick Ochs gebraucht, um zu überlegen, ob er das Angebot des VFL Wolfsburg annimmt.

Ich weiß nicht, wie es euch geht - aber mit der gebotenen Flexibilität betrachtet: Manche Dinge können gar nicht schnell genug gehen.

Kommentare

  1. ...einmal mehr hat PO (sic!) sich um Kopp un' Kragen gebabbelt...

    ...daZke f. nix...


    Euch nen
    einigermaßen annehmbaren Wochenausklang,
    den Umständen entsprechend...

    LG aus HB...,i.

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  2. Ja, es ist wie beim Zahnarzt: "Manche Dinge können gar nicht schnell genug gehen." Und dauern dann doch ewig. Oder mindestens eine Saison.

    Gruß vom Kid, der hier Kurzweil und Anregung gesucht und wie immer gefunden hat. :-)

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  3. Fünf Minuten können sehr kurz sein,aaaabber sich auch schwer lang hinziehen.;-)
    Danke!
    LG
    (B)
    Schalke oder Wolfsburg-Hauptsache-Felix(der glückliche)Magath!

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  4. Wann schreibt Bob Dylan eigentlich endlich ein paar Zeilen über die Eintracht? Oder hat er es schon getan? Hier zum Beispiel:

    'Til I Fell In Love With You
    Well, my nerves are exploding and my body’s tense
    I feel like the whole world got me pinned up against the fence
    I’ve been hit too hard, I’ve seen too much
    Nothing can heal me now, but your touch
    I don’t know what I’m gonna do
    I was all right ’til I fell in love with you

    Well, my house is on fire, burning to the sky
    I thought it would rain but the clouds passed by
    Now I feel like I’m coming to the end of my way
    But I know God is my shield and he won’t lead me astray
    Still I don’t know what I’m gonna do
    I was all right ’til I fell in love with you

    Wie auch immer; es war mir ein Bedürfnis gerade heute etwas in diesen Blog zu schreiben.
    Bis demnächst. Vielleicht in Mainz. Oder 24 Std. später in Hamburg. Gruß aus Ostwestfalen.

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  5. Oh, lieber owladler, ich ringe um Zeit und Worte und hoffe, dass es noch am heutigen Tag und aus gegebenem Anlass zu einem Blog-Eintrag reicht – ganz zur Not wird es reichen müssen, dass wir ein, zwei Gläser auf ihn trinken. Danke dir sehr, dass Bob hier auch heute auf jeden Fall schon einmal zu Wort kommt – seinen Platz hat er sowieso.

    Ja. In Mainz. 24 Stunden später in Hamburg. Oder 24 Stunden vorher in Sursee :-)
    Einträchtliche Grüße!!

    PS: Kennst du diesen Link schon:

    http://www.bernerzeitung.ch/kultur/pop-und-jazz/Noch-ist-es-nicht-dunkel-aber-bald/story/20453920?dossier_id=937

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