Direkt zum Hauptbereich

2.Spieltag: Kick-Start in den Herbst



1:3 - Yep!


Vor dem Spiel.
Hertha also. Labbadia mit gewohntem neue-Besen-Glück, starke Mannschaft, starker Auftakt. Wir? Mmh. Gegen Bielefeld grad mal so irgendwie. Hütter findet, dass die Mannschaft noch nicht wieder richtig frisch ist. Kommt Hrustic (und wenn er kommt - wollen wir jemanden wollen, der seinem vorhergehenden Arbeitgeber so eine Art  Stinkefinger zeigt?) Geht Trapp? Oder doch Rönnow? Und ist Jovic wirklich vorm Tisch? 

Während des Spiels
Aha. Ohne Da Costa, war klar. / Echt erstaunlich, dass die Stadien schon mit ein paar Tausend Zuschauern wieder richtig nach Stadion klingen. Oder ist das nur der Kontrast zum bisherigen Turnhallen-Modus? Das Spiel gegen Bielefeld hat sich letzte Woche von Außen tatsächlich sogar anders angefühlt -  im Wissen, dass da Adlerfreunde tatsächlich live vor Ort sind. / Mist, Kostic. Knie. o je. Hoffentlich nix Schlimmes. Zuber kommt, ich weiß ja nicht.../ Yep, Elfer. Silva macht den rein. Ganz sicher. Klar... macht er...... Yep! / Gibt's ja gar nicht, wir sind echt überlegen.... hätte ich nicht für möglich gehalten. Nicht brillant, aber cool, aggressiv und konzentriert. Wir stehen gut, sind extrem stark in den Zweikämpfen, die Fehlpassquote ist viel niedriger als sonst.  / Waaaa... Kamada kann ja doch noch. Der Ball segelt weich und präzis in den Strafraum. Und da ist Dost. Steht genau da wo er muss. Als ob sein Kopf den Ball magisch anzieht. Tor. Hatte ich nicht vorhin noch irgendwo gelesen, dass er gegen Hertha immer trifft. Da ist wohl was dran. (Denke an Alex Meier, der grundsätzlich immer gegen den HSV getroffen hat...)   / Da kann doch fast nix mehr schief gehen, klar Hertha wird noch mal kommen.../ Boah, das war Cordoba... Und Cunha. Trapp!!! Mann, ich mag ihn nicht so besonders, aber was für ein Torwart. Wenn die Herthaner ins Rollen kommen sind Sie schon ziemlich gut. Blitzschnell von der Breite in die Spitze. Und am Ball..wow... Hilfe. / Bämm. Der fürchterliche Rodic hat zugeschlagen. Lässig. Cool. Mit links aus dem Halbfeld um den Keeper geschlenzt. Das war's, Jungs. / Anschlusstreffer - so what? / 3 (drei!) Punkte aus Berlin. Tabellenführer. Erstmal!

Nach dem Spiel
Schließen wir uns Bruno LabbadiasFazit aus Hertha-Sicht an: "Viel zu zögerlich im vorderen Bereich, und auch im hinteren Bereich. (...) Wir nehmen viel, viel mit aus diesem Spiel." Das ist gut möglich. Aber keine Punkte! 


Und sonst?

Über Nacht ist es Herbst geworden, buchstäblich über Nacht, genau genommen sogar innerhalb von ein paar Stunden.

Am Donnerstagmorgen war ich nochmal schwimmen, nicht mehr superwarm, aber ok, schwimmen, raus, anziehen und dann noch ein bisschen in die Spätsommersonne blinzeln  und Abschied von diesem Schwimmbadsommer nehmen, der so schwierig anfing und jetzt, trotz oder wegen Corona, besonders intensiv war. Wie werde ich das vermissen. Bis um halb drei Uhr nachmittags scheint noch eine milde Sonne durch mein Bürofenster und dann, um fünf, ist es Herbst. Einfach so. Ratzfatz und von jetzt auf nachher.

Wind schüttelt die Bäume, Vögel krächzen, es regnet gleichmäßig und wie auf Kommando stellen auch unsere  drei Katzen ihren Rhythmus von Sommer auf Herbst. Der Kater, der im Sommer nur zum Fressen und Hallo-sagen vorbeikommt, bezieht seinen Platz auf dem Bürosofa. Das Kätzchen kringelt sich unter seine Decke an der Heizung. 

Ich freu mich auf dem Herbst, nehme aber in diesem Jahr wehmütiger als sonst Abschied vom Sommer. Mal sehen wie es weitergeht - mit der Eintracht, mit Corona und mit der Welt.



Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Spieltagsschnipsel 24/25: St. Pauli (33)

 "Du glaubst doch nicht im Ernst, dass wir gegen St. Pauli nicht gewinnen?" Sage ich zu meinem leicht skeptischen Mit-Adler und dann fahr ich los in Richtung Stadion. Es ist kurz vor Drei, Schon klar, dass das kein einfacher Tag werden wird, aber dabei denke ich eher an die Hin- und Rückfahrt. Der S-Bahnverkehr zwischen Mainz und Frankfurt ist derzeit - ok, sagen wir mal so - stark eingeschränkt, genau gesagt: er fällt mehr oder weniger aus. Auf verschlungenen Fahrten ist der Weg natürlich irgendwie möglich. Irgendwie? "Ob mit Bus oder Bahn..." Na, das passt doch zu dem, was wir heute vorhaben. Die Hinfahrt ist jedenfalls fast idyllisch. Mit einem SEV Über-Land-Bus zuckele ich im hellen Sonnenschein durch wenig Stadt und viel Land zum Frankfurter Flughafen, das dauert ein bisschen länger, ist aber recht beschaulich. Am Flughafen dann ein Sammelbecken für Eintrachtler aus aller Herren Richtungen, um kurz nach fünf bin ich am Stadion. Immerhin. Die Europa-Hymne höre i...

Die nächste Strophe vom alten Reisbrei

Am Samstagabend höre ich im ZDF Sportstudio die Vorankündigung für das Spiel am Sonntag im Waldstadion. „Hannover kann morgen auf den zweiten Tabellenplatz vorstoßen“, verkündet Katrin Müller-Hohenstein. Tatsächlich? Was Sie nicht sagen. Und die Eintracht? Hey – hallo, das ist unser Heimspiel, und wir werden es gewinnen, weil nämlich dann wir es sein werden, die zu Hannover und zur Spitzengruppe aufschließen. Capisce? Und tatsächlich. So machen wir es. Impressionen vom Spiel: Patrick Ochs, der in der ersten halben Stunde auf der rechten Seite herum mannövert als habe er tatsächlich vor, was er vorher verkündet hatte: Sich festbeißen – und von dem in der zweiten Halbzeit nichts mehr zu sehen ist. Halil Altintop, der (auch in seinem eigenen Sinn) zur Halbzeit hätte ausgewechselt werden müssen, und von seinem Trainer, der voll hinter ihm steht, eine viertel Stunde vor dem Ende zum Abschuss freigegeben und – sichtlich um Fassung bemüht – regelrecht vom Platz gepfiffen wird. (Ja,...

Spieltagsschnipsel 24/25: Eintracht Frankfurt - RB Leipzig (31)

Wow! Wie kann diese Mannschaft Fußball spielen, wenn sie in den Flow kommt. Abheben und dann einfach weiterfliegen.  Eine hochmotivierte Eintracht fegt überforderte Leipziger mit 4:0 aus dem Stadion. Ein über-über-ragender Ansgar Knauff. Warum in der Ferne suchen, wenn das Gute ist so nah? - alte Transferpolitikweisheit. Nene Brown. Theate. Ekitiké, der immer mehr zum unermüdlichen  Gute-Laune-Monster des Teams wird. Trapp ein starker und sicherer Rückhalt. Die Mannschaft voller Spielwitz und Energie, voller Lust am Fußball. In der zweiten Halbzeit dann kein Halten mehr. Die "Champions League wir kommen" - Stimmung verwandelt das Stadion in eine Raumkapsel, die abhebt. Bei der Auswechslung von Ansgar Knauff erbebt das Stadion. Und dann  tut Dino Toppmöller noch ein übriges um die Stimmung zum Überlaufen zu bringen. Es kommt Thimmiiiiiiiiiiie Chandler. "...und wenn sie gewinnt im Waldstadion, dann ist die Stimmung groß." O ja, das ist sie. Es war ein warmer, sonniger...