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Kuckuck

Ein langer, heißer, geschäftiger  Tag liegt hinter mir. Zu dem Spielbericht über diesen abgedrehten, gestrigen Tag, den ich heute eigentlich  schreiben wollte, bin ich leider noch nicht gekommen. Ein bisschen kühlere Abendluft um die Nase soll auch noch sein, trotzdem zappe ich vorher noch kurz durch die Neuigkeiten des Tages und denke ich lese nicht richtig. Wie? Was? Sotos? Chris? Wolfsburg? Das entwickelt sich ja langsam zu einer Frankfurter Außenstelle. Ist ja eigentlich kein Wunder. Das leuchtet mir  sofort und unmittelbar ein, dass Felix Magath mit den Jungs, mit denen wir uns jahrelang mal grade so über dem Bundesligawasser gehalten haben bzw.in ihm untergegangen sind, jetzt um einen Champions-League-Platz mitspielen will.

Vor meinen Augen ersteht das Bild einer Kuckucks-Uhr. Sie dreht sich, und immer zur vollen Stunde, wenn das Türchen aufgeht, erscheint ein anderes ehemals rotundschwarzes Männchen im grünen Trikot und grüßt freundlich in die Runde. "Dingdong." - "Kuckuck." Aha. Patrick Ochs.  "Dingdong." "Kuckuck." Oho.  Marco Russ. Schon wieder: "Kuckuck." Huch: Kyrgiakos. Noch einer?  "Kuckuck." Ach, schau an: Chris.

Stars einkaufen war gestern. Felix Magath verpflichtet einfach alles, was irgendwann mal fußballerisch auf sich aufmerksam gemacht hat, noch einmal richtig Kohle machen will und bei Zehn nicht auf den Bäumen ist. Bei so viel Input werden schon drei, vier rauskommen, die am Ende dann tatsächlich spielen. "Unappetitlich." Findet das mein Mit-Adler. Er hat recht.

Jetzt erwarte ich mit großer Spannung den morgigen Tag. Sotos wird - falls er die Absicht gehabt haben sollte -  wohl keine Gelegenheit haben, einen guten Freund zu begrüßen und mit einem "Stand up and fuck you"-Shirt zum ersten Training zu kommen. Wie es heißt, steht der Abgang von Diego unmittelbar bevor. Und da sehe ich sie auch schon wieder, die Kuckucksuhr. Sie dreht sich. "Dingdongdingdongdingdong." Und jetzt schlägt es 13. Die Tür geht auf. Es erscheint: "Ca - io. Ca - io."

Sag ich's doch - sehr clever. Die Gunst der Stunde genutzt. Man darf Heribert und Bruno einfach nicht unterschätzen.

Kommentare

  1. Kuckuck in alle Richtungen... Ich weiß irgendwie nicht, ob ich lachen oder weinen soll. Es scheint mir so grotesk, was der Magath abzieht.
    Aber gut, so bleibt die 1. Liga interessant ;-).

    Würde mich nur mal interessieren, wer der Abnehmer für Caio sein soll.

    Kuckuck!
    Nicole

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  2. Wer der Abnehmer für Caio sein wird? Na, das is doch klar. Ich seh ihn schon, in seinem grünen Trainingsanzug auf der Bank sitzen ,-))

    Gruuuuuß, K. (gar nicht anonym)

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  3. Umberto Eco hat in einem Interview gesagt, dass die Italiener über kurz oder lang aufwachen und feststellen werden, dass sie alle verrückt waren. Nicht nur die! Aber vor dem Aufwachen verkaufen wir noch Caio. Gruß C.

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  4. Alles muss raus! Na ja, fast alles ... ;-)

    Unterschätzen werde ich weder Hübner noch Bruchhagen, wobei die Zeit ja vorbei ist, in der Bruchhagen einen "Markt für Caio hergestellt" hat. Überschätzen werde ich Bruchhagen aber auch nicht mehr. Und Hübners Arbeit kann ich noch nicht einschätzen. Einkaufen kann er, ob er verkaufen kann, muss er noch unter Beweis stellen. Und dann ist die Frage, wie gut er das tut. Ich weiß es nicht, aber vielleicht weiß es der Kuckuck. ;-)

    Gruß vom Kid

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  5. die vier in wolfsburg - ein weiterer sargnagel in bezug auf meine haltung zu fußballspielern. schon seit jahren ist klar: niemals werde ich mir ein trikot mit dem namen eines aktuellen spielers beflocken lassen.

    caio?

    ach.

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  6. Dooooooooch.... auch und sogar im Moment gibt es ein paar Spieler, die ich nicht nur als Fußballer, sondern insgesamt schätze, hatte noch nie ein Trikot mit einem aktuellen Spielernamen, habe aber schon mal - von wegen: jetzt erst recht - in Erwägung gezogen, mir eines beflocken zu lassen - aber irgendetwas in meinem Innern hat mich daran gehindert, weiß der Kuckuck (*g) - ich werde es nicht tun ,-)

    Verkaufen? Hoffentlich nicht uns. Für dumm ,-)

    Einträchtliche Grüße in die Gass und in die Welt,
    k.

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