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So oder so ist die Eintracht

Zunächst mal um allen Irrtümern vorzubeugen: Nein, ich bin nicht zurückgetreten. Und nein, mir hat es auch nicht die Sprache verschlagen, obwohl mein Eintrag, wenn ich ihn vor dem Spiel gegen Dortmund geschrieben hätte, sicher anders, euphorischer und vor allem wortreicher ausgefallen wäre als jetzt danach. Nur so viel, dass ich entgegen den Erfahrungen in dieser Saison heute im Tippspiel nicht auf Unentschieden oder gar Niederlage getippt, sondern nassforsch ein 2:3 prognostiziert hatte. Okeeeh, hat dann nicht ganz geklappt. Aber als ich angesichts der zerrupften Defensivabteilung vorhin beinahe angefangen hätte, in Weh und Ach (wenn auch nicht direkt gleich wieder in - lächerlich! - "Panik" zu verfallen) zu fallen, habe ich mich zum Glück an die Abbitte erinnert, die ich nach dem Pokalspiel gegen Leipzig und mehr noch nach dem 5:0 Kantersieg gegen Augsburg geleistet hatte.  Statt zu jammern und zu zweifeln, schrieb ich folgende WhatsApp an einen ebenfalls leicht nervösen Ad...

Gut rotiert, ist halb gewonnen.

Erstmal sortieren, so viel passiert seit dem letzten Eintrag. Sieg in Hoffenheim, Sieg gegen Leipzig - hatte ich dazu schon was geschrieben? Von unserem bemühten, komplett chancenlosen, aber wacker dagegen haltenden Spiel in der ersten Hälfte? Von drückend überlegenen, aber zunehmend entnervten Leipzigern? Und von dem kollektiven Ruck, der - keine Ahnung warum - zum Anpfiff nach der Pause (auf dem Platz, aber gefühlt mehr noch auf den Rängen) durchs Stadion ging? Hatte ich nicht? Naja, jetzt ist es zu spät, aber sehr schön war das, letzte Woche, ein richtig schöner, flockig leichter Fußballnachmittag mit einem höchst überraschenden Ende.

Wie ein Stern am Horizont

Weihnachtsglocken? Gute Wünsche? Bämm. Längst Schnee von gestern und höchste Zeit, dass sich hier im Blog mal wieder etwas tut. Das Trainingslager in den USA ist Vergangenheit, das Eintracht-Büro in New York möglicherweise die Zukunft, das prosaische Hier und Jetzt sind 18 Punkte und der Rückrundenauftakt in Hoffenheim, damit eine weitere Gelegenheit, den Bock umzustoßen. Das hat Adi Hütter in der Pressekonferenz  tatsächlich wieder gesagt. Könnte gut sein, dass er damit Zuversicht ausstrahlen möchte. Tut er nicht. Apropos strahlen. Gestern Abend kam ich spät nach Hause und bin eine ganze Weile vorm Haus stehen geblieben und habe nach oben geschaut.  Die Luft war kristallklar und der Himmel voller Sterne. Den Betelgeuse  , den größten Stern im Sternbild Orion,  habe ich leider nicht entdeckt. Vielleicht deshalb, weil er im Moment nicht mehr ganz so hell wie  noch vor kurzem strahlt. Etwas, das er mit dem Eintracht-Stern gemeinsam hat. Beim Betelgeuse könn...

And the bells are ringing out

Der vorläufig letzte Kommentar zum Spiel der Eintracht in Paderborn ist gepostet.  Ob Rebic vielleicht doch... was wäre, wenn Kostic... ist Hütter überhaupt in der Lage...   und dann auch noch dieses blöde Florida... Welche Pläne werden unter den Weihnachtsbäumen oder an den Verhandlungstischen der Eintracht-Verantwortlichen wohl in den nächsten Tagen geschmiedet?  Welcher Bock fällt oder wird geschossen? Heribert. Michael. Armin. Niko. Fredi. Adi. Und Friedhelm. Wer kommt, wer geht, was bleibt, was ändert sich und warum? Wer weiß mehr, wer hat recht und wem fällt längst nichts mehr ein? Wo kommen wir her, wo gehen wir hin und was dürfen wir auf keinen Fall aus den Augen verlieren? War früher alles besser, ist die Eintracht noch die Eintracht oder ist sie es jetzt mehr denn  je?  Verändert sich alles, weil es bleibt wie es war? Auf und ab. Diva. Graue Maus. Pokalsieger. Europacuphalbfinalistundsiegeraspirant. Neu, alt, alles schon mal dagewesen? Und wie geh...

Deja vu?

Eigentlich hätte ich das Spiel gegen Paderborn heute gar nicht sehen können - ich war nämlich ab 18 Uhr im Theater. Eigentlich. Denn im Foyer wurde uns nach Ankunft mitgeteilt, dass die Aufführung krankheitsbedingt leider entfallen müsse. Sehr sehr schade, aber nicht zu ändern und so fuhren wir durch das regennasse rheinhessische Hinterland zurück nach Hause - nicht ohne vorher eine Bogen über den nahegelegenen Weihnachtsmarkt zu machen, wo wir eine Currywurst verzehrten und mit Blick auf den Dom die Meldung vom 1:0 der Paderborner zur Kenntnis nahmen . Im Auto  dann die Liveübertragung des zwischenzeitlichen zweiten Tores - eieieiei, Maaaaan, das gibt's doch gar nicht -  und dann konnten wir vor dem heimatlichen Fernseher also auch bildlich einen Eindruck vom Spielgeschehen gewinnen. Von tapferen, gradlinigen, aber spielerisch sehr limitierten Paderbornern. Von einer bemühten, aber hilflosen Eintracht. Filip Kostic unermüdlich und wild. Silva und Sow nach Einwechslungen mit...

Blink. Glitzer.

Wenn ich abends lange arbeite, gehe ich, speziell in Herbst und Winter, hinterher gerne noch eine Runde durch unseren kleinen Ort. Die nächtlichen Straßen, die kühle Luft, Regen, Wind, auch mal ein paar Schneeflocken, der verschleierte Mond, schön. Ich laufe, denke erst noch an die Arbeit, an der ich gerade gesessen habe, dann an dies und das, an die Welt, die mal so und mal so ist, oder an die Eintracht, für die das gleiche gilt.