Sonntag, 1. September 2019

Normal geht anders

Aber vielleicht sehen wir heute gegen Fortuna Düsseldorf ja einfach auch mal ein ganz normales, lässiges Bundesligaspiel?  Am Ende geht  - logisch - die Eintracht als Sieger vom Platz. Da bei uns aber im Moment nichts normal ist, vermute ich eher  dass wir Friedhelms Fortuna in diesem Jahr nicht mit 7:1, sondern, sagen wir mal, nach spektakulären 93 Minuten mit 6:4 nach Haus schicken. Und wer macht die sechs Eintracht-Tore. Na logisch: Bas Dost.


1 Kommentar:

  1. Na, da lag ich mit meinem Tipp ja knapp daneben. Normal war trotzdem natürlich nix (und es fällt mir echt schwer zu kapieren, dass jetzt wirklich jedes, jedes, jedes Spiel eine Art Ausnahmestimmung im Stadion herrscht, die - Vorsicht - die Tendenz annimmt, etwas selbstgefällig zu sein, aber lassen wir das. Man muss sich einfach hineinfallen lassen und es mitnehmen, keine Chance, diesem kollektiven Glück zu widerstehen. Erstaunlicherweise sehe ich im Moment nicht nur mehr junge, sondern tatsächlich viel mehr ältere, auch echt alte Menschen im Stadion. Es ist, als ob jeder es mal selbst erlebt und gesehen haben will, damit er/sie es auch glaubt. So was, so was... hört man sie förmlich murmeln. Dass ich das noch erleben darf. Die Eintracht im Höhenrausch.


    Ante weg (sehr, sehr schade), aber ok, so isses nun mal. Mit Bas Dost fremdele ich noch, aber auch dieses Gefühl wird auf Dauer keine Chance haben. Die Mannschaft war erkennbar müde. Düsseldorf sehr stark und konzentriert. Und obwohl müde, obwohl Sand im Getriebe, obwohl hinten wacklig und vorne uninspiriert, obwohl, obwohl .. gewinnen wir dieses Ding. Danny da Costa, von dem nicht wirklich viel zu sehen war, verwurschtelt sich an der Außenlinie irgendwie in den Ball, befördert ihn nach Innen und dann macht Paciencia ihn rein und wir gewinnen dieses Spiel am Ende doch noch. Nicht zu glauben. Paciencia will und will und will (und geht dafür seine Gegenspieler ganz schön an, aber auch das ist Teil unserer Spielweise und wohl auch unseres Erfolgs). Witzig, dass sogar die gesamte Berichterstattung kapituliert - was früher, in diesen far far away-Zeiten, in denen uns keiner mochte, aggro und überhart gewesen wäre, ist jetzt unbändiger Wille und Leidenschaft. Tja.

    Nach dem Spiel gestern keine überschwänglich Euphorie, aber eine rundum frohe und irgendwie glücksselige Stimmung im Stadionrund, Jubeln, singen, hüofen, dem kleinen Sohn von David Abraham dabei zuschauen wie er sich mit Adi Hütter und Mijat Gacinovic abklatscht, über den Platz sturzelt und in die Kurve winkt, die ihn begeistert bejubelt. Das ist alles so weit weg von normal wie es nur sein kann.

    Zum Abschied ein Gruß in die Runde: "Wir sehen uns gegen Arsenal." Tja ... Arsenal, lässig. Kann man sich schon mal anschauen ;)

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