Freitag, 23. Februar 2018

Nach dem 23. Spieltag: Balla balla

Hach… es ist im Moment einfach nur ein großes Glück, ein Eintrachtler zu sein. Schweben. Fliegen. Abheben. Wer oder was soll uns aufhalten auf dem Weg nach Berlin und nach Europa? Höchstens ein durchgeknallter Schiedsrichter oder der Video Assistent. Unsere Mannschaft:  Aufopferungsvoll, motiviert, kämpferisch, tolle Charaktere, einfach nur großartig. Unser Vorstand? Ein prächtiger Haufen von  aufgeklärten, toleranten Visionären, die aufs glücklichste wirtschaftliche Interessen mit Fannähe vereinen.  Unser Trainer?  Ein charmanter, hart arbeitender, demütiger, gut aussehender, wohl erzogener Sympathieträger, der immer die richtigen Worte findet und mit allen taktischen Wassern gewaschen ist. Unsere Ultras: Vorbildlich, kreativ, loyal, witzig, immer im Dienste der Fankultur und gleichzeitig die Interessen des Vereins im Blick. Ein einziges großes Wir. 99,2 % Zustimmung für Peter Fischer? Pah: 110 % für alles, was immer es sein mag.

Hatte ich irgendwann, irgendwo Zweifel an irgendetwas?  Hinweggefegt von einer einzigen großen Euphoriewelle. Ich sauge  die Zustimmung von allen Seiten, zappe mich durch alte Blogeinträge auf dem Weg nach und durch Europa. „Stell dir vor, wir spielen in der Champions League in einer Gruppe mit ManU oder Barca?“ imaginiert ein Adler-Freund. Ich stelle es mir vor und mir wird schwindelig. Wohl dem, der eine Dauerkarte besitzt und sich keine Sorgen machen muss, ob und wie er/sie im Fall des Falles im Stadion dabei sein kann. So lange Jahre in Grau, mit Zittern und Zagen und Bauchweh,  und jetzt zurückkatapultiert in ein goldenes Zeitalter.. *sing …Niko, wir danken dir…. ... .Ax-el Hell-mann. Ax-el Hellmann... Fredi, Fredi  (War ich das, die das gerade gerufen hat?)

Mit lila Mützen nach Liverpool, in Orange nach Paris, in Grün nach Istanbul? Fand ich diese Farbmottofahrten jemals doof? Unfug. Das ist cool und witzig. Kann es kaum erwarten. Mein Mit-Adler schlägt vor, ich solle mir schon mal profilaktisch ein T-Shirt anfertigen lassen mit dem Text „No doubts anymore. I’m a 100 % in line.“  Und mein Fastnachstkostüm für nächstes Jahr steht auch schon fest:  Ich geh als Tennisball und schmeiß mich weg. 

Kommentare:

  1. Aber Kerstin! Weise Eintrachtlerin! Du weißt doch, was jetzt unweigerlich ansteht:

    Zuhause bei Peter Fischer werden die Detari Millionen gefunden, im Klo. Kovac geht mit dem gesamten Trainerteam zu den Bayern. Nach der 5. exorbitant teuren Neuverpflichtung, die wie jene zuvor umgehend flopt, liefern sich Bobic und Baby Hübner eine Boxeinlage vor laufenden Cameras ("gehste runner!!"). Die lange verborgenen Stinkstiefel intrigieren, die Beste machen sich vom Frankfurter Acker, Heribert Bruchhagen wird als Notanker für teures Geld vom HSV losgeeist und streckt umgehend seine Fühler aus - was macht eigentlich Ochs, und vor allem das Herzstück der albanischen Nationalmannschaft? Die Banken wenden sich mit Grausen, ie Frankfurter Wasserhäussche werden Hauptsponsor, das Waldstadion auf den Stand von anno Tobak zurückgebaut, und bei der Stadt ist das Dezernat "Vermischtes" für uns zuständig. Hey, Derbies gegen den FSV! Und schon haben wir sie wieder, unsere gute alte und so vertraute Eintracht.

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  2. Mach mir bloß keine falschen Hoffnungen ;-)

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  3. Nachfrage: bei Bobic und Hübner grübele ich noch, wer von beiden derjenige ist, der von der Bühne geholt wird. Und wg Detari-Millionen: So weit ich gehört habe, gilt es bei Eintracht verantwortlichen als ehernes Gesetz, Klofenster grundsätzlich geschlossen zu halten oder zu vergittern.

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  4. Der Bobic scheint listig und schnell; dem trau ich zu, dass er den Bruno mit einer ansatzlos geschlagenen Gerade auf die Bretter schickt.

    Punkt 2: vor ein paar Tagen hörte ich erstmals von dem Problem schwäbischer Strafanstalten, dass die Insassen per Drohne reichlich mit allem von außen versehen werden können, was gut & teuer ist (und nein, heutzutage sind das keineswegs nur Sägen).

    Vulgo Eintrachtverantwortlichenklofenster: da geht was. Womit ich keinesfalls das Klo eines Eintrachtverantwortlichen mit einer Gefängniszelle verglichen haben will.

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  5. So herum sehe ich das auch. Immerhin hat Bruno - schmal und wendig - die Chance sich rechtzeitig wegzudenken. Wie es dann ausgeht - kaum auszudenken.

    Statt die Fenster abzudichten, muss dann also ein Drohnenabfangradar installiert werden, was die Zustellung eventueller Kündigungen oder Millionen nicht gerade erleichtert.

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  6. Gegen Drohnen in Ffm würde ich Steinadler aus Coburg einsetzen. Meine Meinung.

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