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3.17

Spätestens nach den Ausführungen von Axel Hellmann in der Pressekonferenz vor dem Spiel der Eintracht gegen Schalke war ich kurz davor, meinen Blog umzubenennen. Schwarzundweiß ist – ok, das sehe ich ein  - historisch korrekter, aber es ist, wie ich jetzt weiß, auch cooler und frischer, designmäßig und überhaupt.  Rotundschwarz ist out. Aber wenn ich erstmal anfange, mich jeweils den aktuellen Gegebenheiten anzupassen  – wer weiß, wo das dann noch endet. Ich müsste mir z. B. demnächst vielleicht sogar Funktionsunterwäsche bestellen, um  regelmäßig zu checken, ob meine Laufleistung den erhöhten Anforderungen, die das tägliche Leben  (nicht nur an Bundesliga-Profis) stellt, Stand hält.

Im Schwimmbad

"Alles drin in eenem Satz" fügt mein Literatur begeisterter Freund Axel gerne hinzu, wenn er einen seiner Meinung nach besonders bemerkenswerten Satz aus einem literarischen Werk zitiert. Ähnliches lässt sich auch nach einem Schwimmbadbesuch behaupten. Oder sagen wir: In drei Sätzen. "Ich finde es wichtig, dass man herausfindet, was man wirklich will." (mittelalte Dame zur neben ihr schwimmenden Freundin) Junger Mann taucht und springt vor einer jungen Dame, die leicht gelangweilt am Beckenrand lehnt: "Ich kann sogar den Hampelmann." (Innerer Kommentar der gerade vorbei schwimmenden Kerstin: Ja, genau). Und warum machen im Schwimmbad eigentlich alle so gerne eine Arschbombe? Weil Sie es vorher so gerne ganz laut rufen: "ICH MACH JETZT EINE ARSCHBOMBE." Platsch!

Der Prozess

Gleich geht es los. Vor ein paar Tagen hätte ich noch weit von mir gewiesen, dass ich aufgeregt bin – jetzt weiß ich wieder: „Es“ ist stärker.  Skepsis und Zweifel am alternativlosen Konzept sind ausgesetzt. Die Minuten vor dem ersten offiziellen Pflichtspiel einer Saison sind eine Art Verheißung. Alles ist neu.  Ok, ok - es kann schief gehen, die ganze Fußballwelt ist schief und der Weg, den die Eintracht da geht, will mir nicht gefallen, aber hey: Alles kann auch gut werden, richtig gut. Alles ist möglich. Der Funke wird springen. All die vielen Neuen werden sich von jetzt auf nachher in unsere Herzen katapultieren. Wir sind Mascarell, Hrgota und Blum, Tawatah und Hector, Varela und Rebic. Meier, Hradecky, Ozcipka, Russ. Und und. Und Kovac. Eintracht? Eintracht. Kann gut sein, dass wir schon in wenigen Wochen (vielleicht sogar in wenigen Stunden) wieder geerdet sind, wieder nur noch von Spieltag zu Spieltag denken und uns darin bestätigt sehen, dass das alles so nicht f...

Sommer-Schnipsel

Sommer ist.  Wann fängt er an, wann hört er auf? Kann man so nicht sagen. Es ist ein Gefühl, in das man allmählich hineingleitet und sich dann fallen lässt Das tägliche Leben folgt einem eigenen Rhythmus, eine eigene Welt jedes Jahr wieder, scheinbar endlos.  Und doch spürt man gerade in den intensivsten Momenten schon die nahende Veränderung. Die Farben verdichten sich und glühen, es wird früher dunkel, die Nächte sind kühl und die Eintracht-Neuigkeiten, werden dringlicher und schieben sich immer mehr in den Vordergrund. Nur noch eine Woche bis zum Pokalspiel in Magedeburg. Irgendwann wachst du auf, die Sonne scheint, alles ist wie immer, aber du weißt: Der Sommer ist vorbei.

Wo bist du?

Wer denkt, dass es bei dieser Frage um die noch zu besetzende „Planstelle“  des Innenverteidiges bei der Eintracht geht, irrt sich. Hier geht es um Wichtiges, nämlich um diesen Liegestuhl:

AdlerToGo

Taleb Tawatha, Omar Mascarell, Branimir Hrgota, Ante Rebic, Danny Blum, Jesús Vallejo, Guillermo Varela. Ich habe jetzt  intensiv angefangen, mir  die Namen der neuen Eintracht-Spieler einzuprägen und repetiere sie mehrmals täglich. Sicher gute Fußballer dabei. Manche werden sich durchsetzen. Andere nicht. Wir werden sehen. Mit fortschreitender Testspiel-Dichte verbindet sich allmählich mit dem einen oder anderen Namen auch ein Gesicht.  Zur Vorbereitung auf die neue Saison plane ich, mir eine Art  Memory zu basteln, bei dem man die Namen den passenden Köpfen zuordnen muss. Mit den Vorarbeiten habe ich bereits begonnen. Alle Welt spricht über PokemonGo, aber ist eigentlich noch niemandem aufgefallen, dass das „PokemonGo“-Prinzip längst auch in anderen Gesellschaftsbereichen greift? Nehmen wir doch einfach mal die Transferpolitik der Eintracht. Also: Die PokemonGo-App (der Scout) macht dich darauf aufmerksam, dass irgendwo ein interessantes Pokemon (Spiel...

Bämm - jetzt kommt Attilasche!

Noch eine Woche bis zum Trainingsauftakt. Immer neue Meldungen von Abgängen,  als Neuzugang kann bisher nur Branimir Hrgota verzeichnet werden. Aber das macht nichts, denn  „wir haben noch viel Zeit“ , die Transferperiode wird „ spannend“   und  „tricky“  und  hinter den Kulissen geht das große  „Ausmisten“ ,  „ Aufräumen “  und  „Entstauben“   weiter.  Gut, dass wir jetzt endlich wissen, was für ein schrecklicher Saustall bei der Eintracht geherrscht hat,  und was für ein Glück, dass endlich jemand da ist, der so richtig durchwischt.