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Rotundschwarze Eintracht-Schnipsel vom 20.2. bis zum 27.2 2016

Samstag, 20. Februar 2016 Nach dem traurigen 0:0 gegen den HSV fängt sie endgültig wieder an, die Zeit, in der man den Bundesligaspielplan ständig neben sich liegen hat und immer wieder neue Rechnungen anstellt: Wer holt wo noch wie viele Punkte? Wie viele Punkte werden reichen? Und es ist wieder die Zeit, in der ich meinen Eintracht-Schal noch ein bisschen fester zurre und mich betont straff aufrichte, wenn ich durch die Mainzer Innenstadt laufe. Ist was? Der traditionelle wöchentliche Gedankenaustausch mit Adler-Bekannten auf dem Mainzer Wochenmarkt  fällt heute besonders kurz aus. „Und wie?“ „Geh mer fort.“ Taktiktafel, leer Ich benötige Stifte, Federn, Zeichenkarton und komme im Schreibwarengeschäft zufällig an einem Tisch mit Fußballutensilien vorbei. Radiergummi-Fußbälle, Notizblöcke mit Fußballmotiven. Kurzerhand erstehe ich eine Taktiktafel. Könnte sein, dass wir die noch brauchen.

Volle Breitseite

Da haben wir ihn wieder, den Salat. Nicht nur so ein bisschen. Volle Breitseite. Anders tun wirs nicht bei Eintracht Frankfurt. Auf dem Platz ein (oops)   "verängstigter"  , orientierungsloser Haufen, der versucht, sich mit einigermaßen heiler Haut über die 90 Minuten zu retten und der bemüht ist, so zu tun, als ob er Leidenschaft zeige.  Überforderte Verantwortliche, denen nichts besseres einfällt als a) einfach nicht mehr aufzutauchen oder b) öffentlich dazu aufzuforden nicht zu pfeifen. Ein Trainer, dessen Nerven blank liegen und der ob der bedenklichen Situation unzufriedenen Fans den  Rat erteilt,  "zuhause zu bleiben" . Volles Programm. Gerüchte und Berichte über Disziplinlosigkeiten und schlechte Stimmung in der Mannschaft. Über das herausragende abbudabbische Traingslager, das nicht so "intensiv" gewesen sein soll wie nach Außen vermittelt. Wilde Diskussionen im Netz. Argumente. Abwiegelungen. Fast schon kollektive T...

Hochgeschwindigkeitskombinationsfußball

Also: Nicht wir, sondern...mmh... Borussia Dortmund. Vielleicht sogar der VFB Stuttgart. Oder der 1. FC Köln? Bei uns ist die Lage eher so:

Apfelbäumchen

Heute also gegen den VFB Stuttgart. Ein guter Freund, der hier bei uns im Ort wohnt, aber beruflich am anderen Ende der Republik tätig ist, hat mir neulich mal erzählt, dass er gerne bei mir im Block vorbeischaut,  weil "du immer so schön über das Wetter schreibst". Dann will ich ihn also auch heute nicht enttäuschen: Gestern hat es den ganzen Tag geregnet, heute ist es trüb, ab und zu blitzt die Sonne durch, die ersten Vögel zwitschern, Krokusse blühen, ein Hauch von Frühling. Temperatur: Um die zehn Grad. Keine Ahnung, wann das angefangen hat, aber seit einigen Tagen habe ich kein Magengrimmen mehr, wenn ich an die Eintracht denke, sondern ein leichtes Lächeln im Gesicht. Ich könnte nicht mal sagen, warum. Liegt es daran, dass wir  - vollkommen unerwartet - in der Rückrunde bereits vier Punkte geholt haben? War es der Moment, in dem Daniel Hartwich aus dem Dschungelcamp Alex-Meier-Fußballgott gegrüßt hat? War es die gruselige Außendarstel...

Stürmisch

Heute also: Auswärts in Augsburg. Draußen ist es stürmisch. Die deutsche Handballnationalmannschaft ist ins Finale der Europameisterschaft   gestürmt. Angelique Kerber hat bei den Australian Open im Sturm den Titel geholt, mit wem, was oder ob überhaupt die Eintracht heute in Augsburg stürmen wird, steht dagegen in den Sternen. Haris Seferovic, den alle bis vor kurzem für einen netten Kerl und eifrigen Fußballer mit Hang zum Selfie hielten, ist von jetzt auf nachher zum selbstsüchtigen, unbeherrschten Burschen geworden, auf den wir gut und gerne verzichten können. Soll er doch gehen, nach Genua, soll er doch. Unser Trainer wird schon wissen, was er tut. Wie er uns ja auch noch einmal bestätigt hat, dass er weiß, dass Makoto Hasebe auf der 6 besser ist, ihn aber trotzdem hinten rechts spielen lässt, obwohl es auch sein kann, dass Timothy Chandler im Aufgebot ist. Oder dass "Iggi" spielt. (Kinsombi jedenfalls sicher nicht).

Voll auf Kurs. Oder so ähnlich.

Jetzt also: Rückrundenstart gegen Wolfsburg. Rechtzeitig hat sich das Wetter von "eiskalt" auf "nass und eklig" umgestellt. Also kein Vergleich mit einem anderen Winterspiel gegen Wolfsburg in der Saison 2009/10, damals das letzte Spiel der Hinrunde, minus 15 Grad, die mein Mit -Adler tapfer und fast klaglos ohne Handschuhe, Schal und Mütze durchkämpft hat. Das war heftig und endete mit 2:2. Ohnehin ein Ergebnis, das (so kommt es mir vor) gegen Wolfsburg fast so was wie ein Standard ist. Ehrlich gesagt: Das würde ich heute auch nehmen. Wie ist die Lage? Wenn ich alles richtig verstanden habe, so:

Ab ins Trainingslager

Abu Dhabi. Sonne. 25 Grad. Ein lindes Lüftchen. Das waren die Rahmenbedingungen, unter denen die Mannschaft der Eintracht sich, unterstützt durch eine mehrhundertköpfige Fachdelegation auf die Rückrunde vorbereitet hat. Wer denkt an uns Fans? Schließlich wollen auch wir physisch und psychisch optimal vorbereitet sein, auf das, was kommt – was immer das sein wird. Hier mein persönliches Fitnessprogramm zur Vorbereitung auf die Rückrunde – Nachahmung wird dringend empfohlen.