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Spieler der Stunde: Alex Meier

Die Niederlage gegen 1860 München hat neue Erkenntnisse gebracht. Sie hat Erkenntnisse bestätigt, die wir ohnehin schon hatten, auf die wir also hätten verzichten können und sie hat Fragen aufgeworfen, die wir uns lieber nicht hätten stellen wollen.  Nur eine Spitze? Geht nicht. Nur eine Spitze, die Gekas heißt? Geht gar nicht. Das haben wir schon gewusst. Wir sind (so Armin Veh) gar nicht so richtig breit aufgestellt. Das ist neu. Und wir können uns jetzt darin übern, herauszufinden, wie gut es ist, auch mal zu verlieren. Kam die Niederlage zur rechten Zeit, weil „wir“ (also: wir Spieler) jetzt wissen, „dass wir so ein Spiel auch verlieren können. Vielleicht führt es dazu, dass wir im Hinterkopf noch ein paar Prozentpunkte zulegen.“ (Zitat Benni Köhler). Wenn es richtig ist, dass wir verloren haben, weil Idrissou gefehlt hat, warum ist es dann ebenfalls richtig, dass  wir das Spiel trotzdem hätten gewinnen müssen? Sind wir Glücksritter oder Pechvögel (Zita...

Achtung! Achtung!

Samstag, 26. November, später Vormittag:  Ich sitze am Tisch, trinke eine Tasse Kaffee. Die Terrassentür steht offen und ich schaue in den milden, herbstgrauen Garten. Da, plötzlich, ein Riesenschlag. Wir (= Kater, Katze, ich) schrecken hoch. Was war das? Ein Riesenrebhuhn ist (wohl auf der Flucht vor den heute in den Äckern wütenden Jägern) auf das Vordach geplumpst. Samstag, 14 Uhr 50:  Die Eintracht hat gerade mit 2:1 bei 1860 München verloren. Samstag, später Abend, eigentlich schon Nacht:  Wir schauen uns seit langer Zeit einmal wieder den Woody Allen-Film „Radio Days“ an. Ihr wisst schon: Radio Days , das ist dieser zauberhafte Film, in dem Woody Allen erzählt, wie der Rhythmus, die Gedanken, das Leben und die Träume seiner Familie mit dem verwoben sind, was es im Radio täglich zu hören gibt. Anfang der 40er Jahre. Tane Bea hat immer irgendein Rendezvous, aus dem dann doch nichts wird, und  hört hauptsächlich Musik. I’m getting sentimental over you....

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Meine letzte direkte „Begegnung“ mit den 60ern – genauer gesagt: mit Einem von ihnen - liegt noch gar nicht so lange zurück. Sie war am 19. März dieses Jahres – das war der Samstag, an dem die Eintracht gegen den FC St. Pauli gewonnen hat. Endlich, endlich. Ein Sieg. Wir wussten damals noch nicht, dass es der letzte in dieser Saison bleiben sollte, waren gewiss nicht euphorisch, aber erleichtert und absolut sicher, dass damit die Wende geschafft und das Schlimmste – der Abstieg – so gut wie abgewendet wäre. Noch sieben Spiele, nur noch ein oder zwei Mal gewinnen. Das musste doch zu machen sein. Heute wissen wir: War es nicht. An diesem Nachmittag glaubten wir jedenfalls noch daran. Wir hatten es nicht eilig nach Hause zu kommen, ließen uns Zeit, schwätzten, blödelten und schlenderten gemächlich Richtung Ausgang. Flashback. Gerade sind wir auf dem Weg hinter der Haupttribüne angekommen. Halten noch kurz am mobilen Fanshop und kaufen zwei Feuerzeuge. Tappern weiter. Jetzt, w...

Wieder da.

Am Wochenende war an der Uni in Mainz „Elternalarm“ – echt wahr und ein weiteres Indiz für die fortschreitende Verschulung und Verblödung der Universitäten. Die Eltern der Studierenden waren geladen, die große weite Welt der Uni zu bestaunen, durften selbst mal am Seziertisch stehen, bei einer lustigen Literaturshow dabei sein, in der (vielleicht mit 05er Fähnchen geschmückten?) Mensa eine 1a-nährstoffreiche und gesunde Mahlzeit verzehren und mit dem Gutenberg-Express eine Sightseeingtour durch Mainz machen. Apropos Gutenberg: Der war auch da, also der „Guddi Gutenberg“ – bekannt aus der Mainzer Fernsehfastnacht und im richtigen Leben Direktor an einer Mainzer Schule. Als Mainzer Aushängeschild war er – im Original Bütten-Guddi-Outfit - dazu ausersehen, eine Willkommensrede an die anwesende Elternschar zu halten. Guddi war nur ein Vorbote, ich hatte da irgendwie eine böse Vorahnung und tatsächlich: Einen Tag später war auch er wieder zurück, Karl-Theodor zu Guttenberg. Auf den erste...

Spieler der Stunde: Karim Matmour

Manche Fußballspiele sind einfach nur Fußballspiele. Andere regen dazu an, sich mit den großen Dingen des Lebens auseinanderzusetzen. So wie das Spiel der Eintracht gegen Aachen, das allerorten zu fast philosophischen Diskussionen führte. Ist Glück unendlich? Ist es Ausdruck von Stärke oder von Schwäche, wenn man es über Gebühr in Anspruch nimmt? Kommt Glück immer dorthin wo ohnehin schon Glück herrscht? Und wenn dies so ist, ist das dann verdient? Kann man Glück planen? Ist geplantes Glück überhaupt Glück? Kann man dem Glück trauen, kann man sich darauf verlassen? Und wenn man sich darauf verlässt, verlässt es einem dann? Oder bleibt es gerade dann, wenn sich nicht darauf verlässt, aber darauf vertraut, dass man es hat und deshalb den Mut hat, es zu erzwingen? Fragen über Fragen. Jetzt aber wirklich schnell zum Spieler der Stunde bevor das Spiel in München angepfiffen wird.

Du liebes bisje

Sonntag, 20. November. Waldstadion. Eintracht Frankfurt gegen Alemannia Aachen. Was war das denn? Erste Pfiffe vor der Halbzeitpause. Ich ärgere mich. Hey. Ok. Muss so nicht sein. Besser wir machen das 3:0 noch vor der Pause, Ok, da haben die Jungs einen Gang zu viel runtergeschaltet. Nach dem 2:0 kam ja gar nichts mehr. Null. So lässig darf man da nicht sein. Lässig? Pomadig. Ohne Druck. Aber hey – hoppla – zweizunull. Wir führen klar. Jetzt drehen wir nach der Pause wieder ein bisschen auf. 3:0. 4:0 und gut ist. Fünf Minuten sieht es auch so aus. Das wars dann aber auch schon. Von den Aachenern immer noch wenig zu sehen. Zum Glück.  Schwach, ganz schwach. Aber warum, warum können wir nicht einfach mal ein Spiel konzentriert zu Ende spielen.  Rode fasst sich ans Knie. Meier. Wo? Djakpa scheint sich heute ein freiwilliges Flank-Verbot auferlegt zu haben. Gut so. Im Stadion macht sich so etwas wie Langeweile breit. Der Aachener Fan-Block erzeugt pflichtschuldigst eine klein...

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Zwei Wochen ist es her, dass die Eintracht mit Ach und Krach, aber am Ende doch – yep! - in Aue gewonnen hat. Vor dreieinhalb Wochen war das letzte Spiel im Waldstadion und mir kommt es vor, als sei das alles schon Monate her. Nebel wallt übers Land, Weihnachten steht fast schon wieder vor der Tür. Kaum zu glauben. Viel ist passiert in den letzten beiden Wochen. In der Welt, bei der Eintracht. Aufgewühlt. Abgehakt. Komplett. Zumindest manchmal. Bei einigen. Bei anderen: mal mehr, mal weniger. In Position gebracht. Diskutiert. Kritisiert. Gewarnt. Gelobt. Je mehr geschrieben und geschwätzt wird, desto ferner scheint das zu rücken, um was es eigentlich geht. Morgen dann also endlich wieder Fußball, einfach nur Fußball. Hoffentlich. Sicher kann man sich in diesen Tagen ja nicht sein. St. Pauli (heute) und (!) Paderborn (gestern) haben bereits 3 Punkte vorgelegt; Düsseldorf zeigt erstmals eine klitzekleine Schwäche und holt  nur einen Punkt. Armin Veh, der – sorry, lieber Charly Körb...